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„Eisenmann“ zieht trotz Verletzung durch

In unterschiedlicher Stimmung kehrten Peter Weiß und Frank Göldner von Union Lüdinghausen vom Hamburger Ironmann zurück. Weiß hatte die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii zwar verpasst, war mit seiner Leistung aber zufrieden. Nicht so Göldner, der für seinen „mit Abstand schlechtesten Wettbewerb“ selbst aber nicht viel konnte.

In unterschiedlicher Stimmung kehrten die Triathleten Peter Weiß und Frank Göldner von Union Lüdinghausen vom ersten Hamburger Ironmann zurück. Der 49-jährige Weiß hatte die Qualifikation für seine vierte Teilnahme an der Triathlon-Weltmeisterschaft auf Hawaii zwar verpasst, war mit seiner Leistung nach langer Ironman-Abstinenz aber durchaus zufrieden. Nicht so der gleichaltrige Vereinskollege Göldner, dem ein zuvor erlittener Leistenbruch die Bilanz in der Hansestadt gründlich verdarb.

Weiß überquerte nach insgesamt 9:54:53 Stunden die Ziellinie am Rathausmarkt – das war Platz 154 in der Gesamtwertung und Rang 17 in der AK M?45. Für den Ironman auf Hawaii qualifizierten sich die ersten Fünf dieser Altersklasse. „Mir haben zehn Minuten gefehlt“, so der Lüdinghauser, der aber dennoch nicht enttäuscht war. „Ich hatte mir keine realistische Hoffnung auf Hawaii gemacht.“

„Mir haben zehn Minuten gefehlt.“

Peter Weiß

2014 war Weiß aus gesundheitlichen Gründen seinen letzten Ironman gelaufen, seine erste Schwimmeinheit nach eineinhalb Jahren Pause hatte er am 22. Mai absolviert. Entsprechend groß war sein Respekt vor den ersten 3,86 Kilometern in der kalten Hamburger Alster, der er jedoch nach flotten 1:04:32 Stunden wieder entstieg. Dann aber eine unerwartete Überraschung: Das Klischee vom flachen Norden erwies sich in den nächsten fünf Stunden und sechs Minuten als Legende. „Die Radstrecke war sehr hart – sehr lang und sehr rhythmisch, es ging permanent auf und ab, so der Lüdinghauser über die knapp 184 Kilometer. „Deshalb bin ich mit meiner Zeit auch super zufrieden.“

Ebenso wenig haderte er mit dem anschließenden Marathon durch das altehrwürdige Zentrum der Hansestadt. „3:29 Stunden muss man erst einmal laufen.“

„Die Hamburger waren sensationell.“

Frank Göldner

Vereinskollege Frank Göldner hatte für seinen Lauf fast eineinhalb Stunden mehr benötigt. Nach insgesamt 12:25:08 Stunden war er im Ziel, als 240. der AK M?45. „Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt“, so der 49-Jährige, der für seinen „mit Abstand schlechtesten Wettbewerb“ selbst aber nicht viel konnte. Der Lüdinghauser war mit einem Wochen zuvor erlittenen Leistenbruch angetreten, der ihm während seiner ganzen Vorbereitung nie zu schaffen gemacht habe. Auf der Radstrecke in Hamburg aber begannen die Schmerzen. „Irgendwann war nur noch eine mäßige Belastung möglich“, sagte Göldner, die Marathonstrecke habe er am Ende nur noch im Trab absolviert.

Bereut hat er den Start in Hamburg aber keineswegs – nicht zuletzt, weil sich auch die angebliche Kühle der Hansestädter als Legende erwies. „Die Hamburger waren sensationell“, so der Lüdinghauser über die anfeuernden Zuschauer. Auch Vereinskollege Weiß war begeistert: „Das war richtig geil“, brachte er die Atmosphäre während des Laufs durch die Innenstadt und die Kulisse des Hamburger Hafens auf den Punkt.

 

Quelle: Öffnet externen Link in neuem FensterWestfälische Nachrichten - Christian Besse (16.08.2017)

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