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Spielgemeinschaften: "Das wurde auch einmal endlich Zeit!"

|   Fußball

Seppenrade und der SC Union 08 : Vor einem Jahrzehnt sind die Spielgemeinschaften gescheitert - Jetzt wird neu gestartet , denn egal auf welcher Seite des Kanals : „Wir wollen die Kinder und Jugendlichen beim Fußball halten.“

Wenn sich die Fußballerinnen und Fußballer aus Seppenrade und des SC Union 08 auf dem Feld gegenüberstehen, ist die sportliche Rivalität groß. Schwarz-Gelb gegen Schwarz-Rot: diese Duelle bergen seit jeher jede Menge Zündstoff. Auch außerhalb des Platzes pflegen die beiden Stadtvereine den Konkurrenzkampf. Doch es geht auch anders. In der kommenden Saison wollen Union und Fortuna  ihre Juniorinnen erstmals unter einem gemeinsamen Dach zusammenführen. Ein Modellversuch, von dem sich die Verantwortlichen beider Vereine viel versprechen.

Die Problematik ist umfassend, zieht sich schon seit Jahren , wie ein roter Faden durch den Jugendsport. Wichtige Ressourcen werden verschwendet, durch Vereinsmeierei , verlieren beide Vereine. Die wenigen „Falken“ in „Berg und Tal" müssen jetzt einmal endgültig in den Hintergrund gedrängt werden. Unser Anliegen: „Wir wollen die Kinder und Jugendlichen beim Fußball halten.“

Gestartet wird bei den B-Juniorinnen

„Das ist die Gelegenheit, die Jugendabteilungen einander anzunähern“, meint Wolfgang Raabe , Jugendleiter der Schwarz-Roten , der von einer „ganz positiven“ Reaktion bei den Unionisten berichtet. „Ich sehe in der Zusammenarbeit viele Vorteile und eine Menge Chancen für die Zukunft“, sagt Markus Bohr , Chef der Fußballer bei Union. Sein Anliegen geht über die Saison hinaus: „Wir wollen innerhalb von Lüdinghausen etwas Gemeinsames entwickeln. Dafür müssen wir die Rivalität außerhalb des Platzes wegwischen.“

Bis Ende Juni haben die beiden Vereine Zeit, die Details ihrer Zusammenarbeit unter Dach und Fach zu bringen. Bis dahin muss die Meldung der Mannschaften für die kommende Saison erfolgen.

Egal auf welcher Seite des Kanals: Mit so etwas muss Schluß sein !

So könnte hiermit endlich Schluß sein. Jüngstes Beispiel: Bei der Fortuna, wo zum Beispiel vor der Winterpause die A-Juniorenmannschaft mangels Personal vom Spielbetrieb zurückgezogen wurde, ist die Personaldecke dünn. In Lüdinghausen ist die Problematik anders gelagert.  „Bei uns hörten Spieler auf, weil sie nicht zum Spielen gekommen sind“. 

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Foto: Archiv